Schulprojekt

Wir wollen allen Kindern die Möglichkeit geben, eine weiterführende Schule zu besuchen. Die neue Schulwerkstatt ist eine Privatschule und wird von König Bansah und seinem Förderverein aufgebaut, betrieben und unterhalten. Nur so können die Schulgebühren auf einen symbolischen Wert verringert werden und alle Jugendlichen haben die Möglichkeit zu einer qualifizierten Ausbildung.





Die Schule besteht aus 6 Lehrwerkstätten, in denen die Jugendlichen, ob Mädchen oder Jungen, ein Handwerk erlernen können.

1. Textilwerkstatt
Weben gehört zu den ältesten Handwerken Ghanas. Neben Webstühlen soll es auch Nähplätze geben, an denen die Schülerinnen und Schüler lernen ihre selbst gewebten Stoffe zu verarbeiten.

2. Schildermalerei
Gedruckte Schilder sieht man selten in Ghana, denn fast alles wird dort mit Farbe an Wände und Bretter gemalt. Dabei spielt ziervolle Typografie eine wichtige Rolle. Die »Typo-Schule« vermittelt Grundlagen und Techniken eines hierzulande selten gewordenen Berufs.

3. Schnitzkunst
Ein wichtiger Bestandteil der ghanaischen Kultur ist die Schnitzkunst. Es entstehen Figuren und Reliefe, aber auch die hölzernen Bäuche der Trommeln oder ganze Möbelstücke werden angefertigt.

4. Holzwerkstatt
In der Schreinerei lernen die Jugendlichen den Umgang mit einfachem Werkzeug. Neben diesen Grundlagen der Holzverarbeitung wird auch die professionelle Arbeit mit Maschinen gelehrt.

5. Metallwerkstatt
Die manuelle und maschinelle Metallverarbeitung ist Grundlage vieler technischer Berufe. So werden hier zum Beispiel Teile für die Kfz-Werkstatt repariert oder neu angefertigt.

6. Kfz-Werkstatt
Die Kfz-Werkstatt ist eine Herzensangelegenheit des Königs. Mit einer Verbindung zur Straße, zwei Arbeitsgruben und einem überdachten Vorplatz, bietet sie perfekte Bedingungen.

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Der Bau der Schulwerkstatt wird komplett von Arbeitern und mit Materialien aus Hohoe realisiert und ist in drei Bauabschnitte unterteilt. Jeder Bauabschnitt funktioniert eigenständig und kann direkt nach Fertigstellung in Betrieb genommen werden. So können wir schnell und unabhängig die ersten Werkstätten eröffnen.

Der erste Bauabschnitt beinhaltet die Kunsthandwerkstätten (Textil, Schildermalerei und Schnitzkunst), im zweiten Abschnitt werden Holz- und Metallwerkstatt sowie das Lehrerzimmer angebaut. Im letzten Abschnitt folgt die Metallwerkstatt mit dem überdachten Vorplatz.

Die Architektur versammelt alle Werkstätten unter einem großen Dach, das Schatten spendet und durch die versetzten Dachflächen eine natürliche Klimaanlage bildet, die warme Luft nach oben entweichen lässt.


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Die offenen Wände sorgen für zusätzliche Durchlüftung und versorgen die Räume außerdem mit Licht. Die Betonformsteine sind in Bodennähe als Schmutzschutz geschlossen und werden nach oben hin offener. Diese Bauweise hat sich in Ghana als regenbeständig und klimatisierend bewährt. Die Muster orientieren sich an den in Ghana üblichen traditionellen Stoffen.

Jeder Spender hat die Möglichkeit sich namentlich auf dem Schulgebäude zu verewigen zu lassen. Die werkstatteigene Klasse der »Typo Schule« wird die Außenwände gestalten. Dabei werden die Namen der Spender auf das Schulgebäude gemalt.


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